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Österreich in der Europäischen Union

25 Jahre Österreich in der EU

Österreich ist seit 25 Jahren Mitglied in der Europäischen Union. In dieser Zeit hat Österreich vom EU-Beitritt profitiert und die Wirtschaft hat sich dynamisch entwickelt.

Mit dem Beitritt von Österreich, Schweden und Finnland im Jahr 1995 wuchs die EU auf 15 Staaten an. Die nächste, weit größere Erweiterungsrunde gab es 2004: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern traten der EU bei. Im Jahr 2007 folgten Bulgarien und Rumänien. Das jüngste EU-Mitglied ist Kroatien: das Land wurde am 1. Juli 2013 aufgenommen. Am 1. Februar 2020 ist das Vereinigte Königreich aus der EU ausgetreten und die Zahl der EU-Mitglieder ist somit auf 27 gesunken.

In den letzten 25 Jahren gab es neben den geographischen Veränderungen auch eine Reihe von Neuerungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die herausragendste stellt die gemeinsame Währung dar, die mit dem Euro am 1.1.2002 eingeführt wurde.

Im Folgenden wird anhand von Schlüsselkennzahlen die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs in der EU in den letzten 25 Jahren dargestellt.

Anteil der Bevölkerung Austria

Der Anteil der österreichischen Bevölkerung an der EU Gesamtbevölkerung betrug 2019 rund 2,0%, zum Zeitpunkt des Beitritts waren es 1,9%. Auch der Anteil der Wirtschaftsleistung ist in diesem Zeitraum von 2,8% auf 2,9% gestiegen.

Austria Veränderung des realen BIP (in %)

Das durchschnittliche BIP Wachstum Österreichs zwischen 1996 und 2019 liegt bei 1,8%. Damit ist es höher als das Durchschnittswachstum Deutschlands (1,3%) und der EU27 (1,6%). Laut einer Studie des WIFO (Oberhofer, Streicher 2019) ist das österreichische nominelle BIP durch den Handel im EU-Binnenmarkt in jedem Jahr seit der Mitgliedschaft um rund 0,6% stärker gewachsen als dies ohne Beitritt zur EU der Fall gewesen wäre.

Austria - BIP je Einwohner 1995 - 2018

Das BIP je Einwohner ist in Österreich im Zeitraum 1995 bis 2019 um 107,6% gestiegen. In der EU27 betrug das Wachstum 118,3%. Hier weisen in erster Linie die neuen Mitgliedsländer im Osten starke Zuwächse auf. Deutschland liegt mit einer Zunahme von 80,0% deutlich hinter Österreich, das auch in absoluten Werten Deutschland überholt hat.

Austria - Außenhandel gesamt 1995 - 2018

Der Außenhandel entwickelte sich seit dem EU Beitritt sehr dynamisch. Die Ausfuhren nahmen zwischen 1995 und 2018 um 256,0% zu, die Einfuhren um 221,4%. Die EU27 verliert dabei über die Zeit an Außenhandelsanteilen: 1995 stammten 79,2% der gesamten Einfuhren aus der EU27, im Jahr 2018 waren es 70,7%, bei den Ausfuhren lagen diese Werte bei 78,1% im Jahr 1995 und 69,9% im Jahr 2018.

Die Beschäftigung ist in Österreich zwischen 1996 und 2019 um 26,5% gewachsen und hat damit stärker zugelegt als in der EU27 (17,1%) und in Deutschland (18,8%). Laut oben erwähnter WIFO-Studie wäre die Gesamtbeschäftigung in Österreich ohne den Beitritt zur EU im Jahr 2014 um rund 13% geringer gewesen.

Austria - Passive Direktinvestitionen Bestand 1995 - 2018

ie globalen Bestände an Direktinvestitionen aus dem Ausland in Österreich sind von 15,7 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf 176,3 Milliarden Euro gewachsen, das entspricht einem Wachstum von rund 1025%. Waren 1995 noch 69,3% der Investitionen aus der EU28, so sank dieser Wert im Jahr 2018 auf 54,5%.

EU Budget: Österreichs Bruttozahlungen und Rückflüsse

Österreich leistete 2018 einen Bruttobeitrag in Höhe von 3,49 Milliarden Euro an die EU. Die gesamten Rückflüsse an Österreich betrugen 1,95 Milliarden Euro. Österreichs durchschnittlicher jährlicher „EU–Nettobeitrag“ seit dem EU-Beitritt beträgt ca. 660 Millionen Euro.

Austria - Inflationsraten (HVPI) 1997 - 2019

Die durchschnittliche Inflationsrate in Österreich zwischen 1997 und 2019 (für die EU gibt es erst ab 1997 Werte für die Inflation) betrug 1,7%. Dies entspricht genau dem EU Durchschnitt. In der Studie des WIFO wurde berechnet, dass die jährliche Inflation auf Grund der EU Mitgliedschaft um rund 0,1% niedriger ist also ohne Beitritt zur EU.

Im Jahr 2019 gab es in Österreich knapp 153 Millionen Touristenübernachtungen. Der Ausländeranteil lag dabei bei 73,8%. Im Vergleich dazu gab es 1995 insgesamt etwas mehr als 117 Millionen Übernachtungen von Touristen, der Anteil der Ausländer lag bei 74,3% und war während dem gesamten Zeitraum relativ konstant zwischen 72 und 74,6%.

Österreich im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedsländern

Auf dieser Seite findest Du Vergleichstabellen und Grafiken mit Informationen zu den einzelnen EU-Mitgliedsländern (EU-27). Zu Vergleichszwecken sind in den Tabellen auch die jeweiligen Kenngrößen für Albanien, Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, die Schweiz, Serbien, die Türkei, das Vereinigte Königreich sowie die USA und Japan enthalten.

Die Aussagekraft der Statistiken kann aufgrund von Unterschieden zwischen einzelnen Ländern eingeschränkt sein (Begriffsabgrenzung, Erhebungsmethoden, Berechnungsverfahren, etc.). Dennoch sind die Vergleichstabellen gut geeignet, die Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten abzubilden und die Stellung Österreichs im jeweiligen Kontext zu dokumentieren.

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