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Mathias Goeritz: ein wichtiger Künstler in Mexiko-Stadt

Wer war Mathias Goeritz?

Mathias Goeritz (4. April 1915 – 4. August 1990) war ein bekannter deutsch-mexikanischer Künstler, Architekt und Kunsthistoriker. Er war eine wichtige Figur in der Entwicklung der abstrakten und modernen Kunstbewegung in Mexiko im 20.

Geboren in Danzig (heute Gdańsk, Polen), studierte er Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin. 1949 kam er zum ersten Mal nach Mexiko, das er zu seiner Heimat machen sollte. Goeritz’ Werk umfasst Malerei, Bildhauerei und Architektur. Er ist bekannt für sein Eintreten für die sogenannte “Emotionale Architektur”, eine künstlerische Perspektive, die die emotionale Wirkung und Resonanz eines Bauwerks oder Kunstwerks gegenüber seinem funktionalen Nutzen oder seiner Form betont.

Eines seiner wichtigsten Werke ist “El Eco” (1953), ein Museum in Mexiko-Stadt, das er als Verkörperung seiner Theorie der emotionalen Architektur konzipierte und baute. Zusammen mit dem Architekten Luis Barragan schuf er auch die monumentale abstrakte Skulptur “Las Torres de Satelite” (1958) in Mexiko-Stadt.

Goeritz’ Werk hat nachfolgende Generationen von Künstlern und Architekten sowohl in Mexiko als auch international stark beeinflusst. Obwohl er 1990 starb, sind seine Beiträge zur Welt der Kunst und Architektur noch immer weithin anerkannt und geachtet.

Torres de Satélite - Mathias Goertiz
1958: Mathias Goeritz baut die "Torres de Satelite" zusammen mit dem Architekten Luis Barragán und dem Maler Jesús Reyes Ferreira.

Was hat Mathias Goeritz mit Österreich zu tun?

Wenn man über Österreich und Mathias Goeritz spricht, kommt einem sofort die “Ruta de la Amistad” in den Sinn, die als Teil des Kulturprogramms der Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko City konzipiert wurde. Es handelte sich um ein ehrgeiziges öffentliches Kunstprojekt unter der Leitung von Mathias Goeritz.

Die “Ruta de la Amistad” ist eine Serie von 19 großen Skulpturen, die von Künstlern aus der ganzen Welt geschaffen wurden. Jede Skulptur steht für eines der Länder, die an den Olympischen Spielen teilnehmen. Die Werke wurden entlang einer 17 km langen Strecke (die heute Teil der Periferico, einer wichtigen Autobahn, ist) aufgestellt und bildeten eine Art monumentale Skulpturen, die die weltweite Einheit und Zusammenarbeit symbolisierte.

Das Projekt sollte den Frieden und die Freundschaft zwischen den Nationen durch Kunst fördern und war für seine Zeit recht innovativ, da es eines der ersten öffentlichen Kunstprojekte dieser Art im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen war.

Die 1994 gegründete Asociacion Civil Ruta de la Amistad kümmert sich weiterhin um die Erhaltung und Restaurierung der Skulpturen.

Bis heute stehen die Skulpturen noch immer, aber bei einigen gibt es Probleme mit der Wartung und Erhaltung.

Eine der ikonischsten Skulpturen der Ruta de la Amistad ist die Gelenkwand des österreichischen Künstlers Herbert Bayer, über die Sie in unserem Blog von vor ein paar Tagen mehr erfahren können: Herbert Bayer: ein Porträt eines österreichischen Künstlers.

Muro Articulado de la Ruta de la Amistad
Die Gelenkwand (Muro Articulado) von Herbert Bayer ist der österreichische Beitrag zur Kulturolympiade 1968.

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